Claude trifft Salesforce: Was Claudeforce für deine Daten heisst

Ende August haben Anthropic und Salesforce unter dem Namen «Claudeforce» ihre Partnerschaft vertieft. Claude arbeitet ab sofort direkt auf deinen Salesforce-Daten, mit vorgefertigten Sales-Skills, in Agentforce und sogar in Slack. Konkret startet Claudeforce mit «Salesforce in Claude», einem Plugin mit 37 vorgefertigten Sales-Skills. Damit lassen sich Umsatzkontext auswerten, Pipeline-Updates automatisieren und Aktionen direkt aus Claude auslösen. Etwa Meeting-Vorbereitung, Deal-Health-Checks oder Pipeline-Reviews, ohne die Salesforce-App zu öffnen. Aktuell läuft das mit Pilotkunden, die offene Beta ist für September angekündigt.

Marc Benioff bringt damit zwei Marktführer zusammen, die «Nummer 1 AI» und die «Nummer 1 CRM». Und ehrlich: Das ist ein cleverer, logischer Schritt. Ein Agent, der auf deinen Daten arbeitet, ergibt enorm viel Sinn. Man sagt ja, Daten seien das Gold der Unternehmen, aber ohne die richtige Schatzkarte findet man den Schatz nicht. In den Datenseen der meisten Firmen schlummern riesige, ungenutzte Schätze. Genau hier ist eine AI stark: Sie kann diese Daten aufbereiten und in der richtigen Form präsentieren.

Nur: Sobald ein AI-Tool so tief auf deine CRM-Daten zugreift, stellen sich Fragen, die man nicht überspringen sollte. Was genau geht raus? Was wird zum Trainieren verwendet und was nicht?

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Die Schweiz kickt Microsoft und setzt nun auf Open Source

In der Schweiz rückt das Thema digitale Souveränität in diesem Jahr stärker in den politischen Fokus. Anfang Juli hat der Kanton Genf als erster Kanton überhaupt eine offizielle Strategie für digitale Souveränität verabschiedet. Am selben Tag wurde bekannt, dass die Cyber-Spezialisten des Bundes bewusst Distanz zu Microsoft suchen. Die Stadt Zürich testet mit «openDesk» eine Open-Source-Alternative zu Microsoft 365, und in Deutschland haben Bund und Länder mit dem «Deutschland-Stack» beschlossen, ab 2028 offene Dateiformate zur Pflicht zu machen.

Der Antrieb dahinter: Kostensenkung und Zurückgewinnung von Kontrolle. Bund und Kantone haben in den letzten zehn Jahren über 1.1 Milliarden Franken für Microsoft-Lizenzen ausgegeben. In der Stadt Zürich haben sich die Microsoft-Kosten in nur sieben Jahren vervierfacht. Und mit dem revidierten Datenschutzgesetz (revDSG) ist die Frage, wo Daten liegen und wer darauf zugreifen kann, längst kein Bauchgefühl mehr, sondern Compliance.

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