Wie viel darf die AI selbst entscheiden? Was acht KMU über Kontrolle sagen

Jeden AI-Vorschlag einzeln freigeben? Bei Zehntausenden Kundinnen und Kunden ist das ein unmöglicher Aufwand. Gar nichts prüfen? Bei medizinischen Inhalten undenkbar. Die Frage ist also nicht: Mensch oder AI? Die Frage ist viel mehr: Wie viel Kontrolle braucht es an welcher Stelle? Genau das haben uns acht KMU in unserer Studie mit der ZHAW und Innosuisse erzählt. Und mit diesem Wissen bauen wir unsere Aivie AI auf. Wie das genau aussieht, beschreibt der Beitrag.

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Datenschutz als Verkaufsargument: Warum die eigene AI mehr ist als Pflicht

In unserer Studie mit der ZHAW wurde deutlich: Schweizer KMU nutzen Datenschutz heute erfolgreich als Verkaufsargument. Kund:innen fühlen sich immer mehr angezogen von: «100 % der Daten bleiben in der Schweiz.» Doch die gleichen Kund:innen berichten davon, dass sie privat trotzdem ganz sorglos ChatGPT nutzen. Das heisst: Datenschutz ist zwar allen wichtig, aber kaum jemand versteht ihn. Viele denken in gewissen Bereichen sehr stark an Sicherheit, klammern sie in anderen aber unbewusst aus. Warum das kein Widerspruch ist, sondern eine Chance, und warum eine eigene AI dabei mehr ist als eine Pflicht, zeigt dieser Beitrag.

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Datenschutz war es nicht: Was acht KMU über gemeinsame AI denken

Würdest du deine AI zusammen mit anderen Unternehmen trainieren, ohne deine Kundendaten herzugeben? Genau das haben wir diesen Sommer acht KMU gefragt, zusammen mit der ZHAW. Man würde meinen, die grösste Sorge sei der Datenschutz. War sie nicht. Niemand hat Nein gesagt. Aber alle hatten Bedenken. Und diese Bedenken sind spannender als jedes eindeutige «Ja».

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Apples AI-Stopp in der EU: Wer entscheidet, welche AI du benutzen darfst?

Im Juni ist etwas passiert, das die meisten als reine Apple-Nachricht abgehakt haben. Apple hat seine neue Siri vorgestellt: die grosse, richtig fähige AI-Version. Im gleichen Atemzug hat der Konzern gesagt: In der EU gibt es diese nicht. Nicht ein bisschen später, sondern auf unbestimmte Zeit gar nicht. Am grossen Apple-Event vom 9. September trugen auffällig viele Funktionen ein kleines Sternchen, die darauf hinwiesen: nicht für die EU und nicht für China.

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Claude trifft Salesforce: Was Claudeforce für deine Daten heisst

Ende August haben Anthropic und Salesforce unter dem Namen «Claudeforce» ihre Partnerschaft vertieft. Claude arbeitet ab sofort direkt auf deinen Salesforce-Daten, mit vorgefertigten Sales-Skills, in Agentforce und sogar in Slack. Konkret startet Claudeforce mit «Salesforce in Claude», einem Plugin mit 37 vorgefertigten Sales-Skills. Damit lassen sich Umsatzkontext auswerten, Pipeline-Updates automatisieren und Aktionen direkt aus Claude auslösen. Etwa Meeting-Vorbereitung, Deal-Health-Checks oder Pipeline-Reviews, ohne die Salesforce-App zu öffnen. Aktuell läuft das mit Pilotkunden, die offene Beta ist für September angekündigt.

Marc Benioff bringt damit zwei Marktführer zusammen, die «Nummer 1 AI» und die «Nummer 1 CRM». Und ehrlich: Das ist ein cleverer, logischer Schritt. Ein Agent, der auf deinen Daten arbeitet, ergibt enorm viel Sinn. Man sagt ja, Daten seien das Gold der Unternehmen, aber ohne die richtige Schatzkarte findet man den Schatz nicht. In den Datenseen der meisten Firmen schlummern riesige, ungenutzte Schätze. Genau hier ist eine AI stark: Sie kann diese Daten aufbereiten und in der richtigen Form präsentieren.

Nur: Sobald ein AI-Tool so tief auf deine CRM-Daten zugreift, stellen sich Fragen, die man nicht überspringen sollte. Was genau geht raus? Was wird zum Trainieren verwendet und was nicht?

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Die Schweiz kickt Microsoft und setzt nun auf Open Source

In der Schweiz rückt das Thema digitale Souveränität in diesem Jahr stärker in den politischen Fokus. Anfang Juli hat der Kanton Genf als erster Kanton überhaupt eine offizielle Strategie für digitale Souveränität verabschiedet. Am selben Tag wurde bekannt, dass die Cyber-Spezialisten des Bundes bewusst Distanz zu Microsoft suchen. Die Stadt Zürich testet mit «openDesk» eine Open-Source-Alternative zu Microsoft 365, und in Deutschland haben Bund und Länder mit dem «Deutschland-Stack» beschlossen, ab 2028 offene Dateiformate zur Pflicht zu machen.

Der Antrieb dahinter: Kostensenkung und Zurückgewinnung von Kontrolle. Bund und Kantone haben in den letzten zehn Jahren über 1.1 Milliarden Franken für Microsoft-Lizenzen ausgegeben. In der Stadt Zürich haben sich die Microsoft-Kosten in nur sieben Jahren vervierfacht. Und mit dem revidierten Datenschutzgesetz (revDSG) ist die Frage, wo Daten liegen und wer darauf zugreifen kann, längst kein Bauchgefühl mehr, sondern Compliance.

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