In unserer Studie mit der ZHAW wurde deutlich: Schweizer KMU nutzen Datenschutz heute erfolgreich als Verkaufsargument. Kund:innen fühlen sich immer mehr angezogen von: «100 % der Daten bleiben in der Schweiz.» Doch die gleichen Kund:innen berichten davon, dass sie privat trotzdem ganz sorglos ChatGPT nutzen. Das heisst: Datenschutz ist zwar allen wichtig, aber kaum jemand versteht ihn. Viele denken in gewissen Bereichen sehr stark an Sicherheit, klammern sie in anderen aber unbewusst aus. Warum das kein Widerspruch ist, sondern eine Chance, und warum eine eigene AI dabei mehr ist als eine Pflicht, zeigt dieser Beitrag.

Inhalt

Das haben wir herausgefunden

Letzte Woche habe ich die Resultate unserer Studie mit der ZHAW und Innosuisse vorgestellt. Acht KMU aus acht Branchen hatten wir gefragt, ob sie ihre AI mit anderen Unternehmen zusammen trainieren würden, ohne dabei ihre Kundendaten herzugeben. Niemand hat Nein gesagt. Gezweifelt haben die Unternehmen nicht am Datenschutz, sondern am Nutzen.

Genau dort setzt dieser Beitrag an: Was bringt dir Datenhoheit eigentlich, ausser dass du die Regeln einhältst?

Warum ist Datenschutz allen wichtig, aber kaum jemand versteht ihn?

Der Satz «Datenschutz sei allen wichtig, aber keiner versteht ihn» stammt aus einem Interview unserer Studie. Das Unternehmen meinte damit seine eigenen Kund:innen: Sie verlangen einen Schweizer Datenstandort und nutzen privat AI-Tools aus den USA, darunter ChatGPT.

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Ich kenne das. Als ich 2017 angefangen habe, mit «deine Daten gehören dir» zu argumentieren, haben mich viele freundlich angelächelt. Heute spielt dieselbe Frage in fast jedem Erstgespräch eine zentrale Rolle: bei der Geschäftsführung, bei Legal und beim Einkauf. Und einen Satz höre ich fast jedes Mal: «Unsere Daten geben wir sicher nicht der AI.»

Wie wird Datenschutz zum Verkaufsargument?

Man könnte jetzt sagen: Wenn die Leute es eh nicht verstehen, warum sich Mühe geben? Die Studie zeigt etwas anderes. Das KMU vom Anfang ist kein Einzelfall. Zwei Agenturen nennen Datenhoheit und die Unabhängigkeit von US-Konzernen als wichtigsten Grund für eine Schweizer Lösung. Und ein Unternehmen hat sogar gesagt, für ein Schweizer Modell, das nachweislich mithalten kann, würde es mehr bezahlen.

Datenschutz ist für diese Unternehmen also nicht nur ein Haken auf der Checkliste. Sie sehen den Mehrwert und verkaufen auch damit. Deine Kund:innen müssen nicht im Detail verstehen, wie Datenschutz funktioniert. Sie müssen dir vertrauen können. Und das kannst du ihnen zeigen.

Wie entsteht Vertrauen?

Bei den meisten Unternehmen aus der Studie ganz einfach: Sie kennen jemanden bei Aivie und vertrauen dieser Person. Zertifikate oder Transparenzberichte sind dabei weniger wichtig. Jemand hat es ganz offen gesagt: «Wir sind recht gutgläubig.» Die Studie sieht darin eine Chance und ein Risiko.

Andere wollen mehr. Ein Unternehmen will Referenzen sehen, bevor es mitmacht. Ein anderes will klare Regeln und dass immer ein Mensch das letzte Wort hat. Ein drittes will genau wissen, auf welchem Modell das Ganze läuft.

Für mich entsteht Vertrauen auch durch Transparenz. Aivie basiert auf Open Source, den Code kann also jeder anschauen. Auch sonst geben wir gerne jederzeit Einblick. Unsere Kund:innen bekommen auf Wunsch jederzeit Zugriff auf ihre eigene Datenbank. Und natürlich arbeiten wir mit Standards und Zertifikaten.

Und wir glauben stark an Customer Cases, in denen wir zeigen, was Unternehmen durch Aivie für sich optimieren konnten. Sie sind ein einfacher Weg, um zu erklären und zu inspirieren. Ich zeige lieber, was geht, als lange zu reden. Das war mir immer am wichtigsten, wenn ich selbst auf der anderen Seite sass und in etwas investieren wollte. Darum haben wir auch mehrere Customer Cases veröffentlicht, zum Beispiel wie Studer Cables Lieferantenprozesse digitalisiert oder wie Ferris Labs seine Kontakte verdoppelt hat.

Wessen AI nutzt ihr?

Ich stelle bei AI immer die gleiche Frage. Nicht: AI, ja oder nein? Sondern: Wessen AI, und auf wessen Infrastruktur läuft sie? Wenn du deine Kundendaten in eine AI gibst, die für alle da ist, gibst du auch dein Wissen her. Mit einer eigenen AI bleibt dein Wissen bei dir, und du kannst deinen Kund:innen genau sagen, wo ihre Daten liegen. Mehr dazu habe ich in «Deine Daten sind dein Schatz» beschrieben.

Bei Aivie bauen wir das in Stufen. Es fängt bei einem Filter an, der persönliche Daten heraussortiert, bevor überhaupt etwas zur AI geht. Dieser ist für unsere Kund:innen in der Beta live. Und es geht bis zur komplett eigenen Infrastruktur, mit der wir mit einem ersten Kunden im Pilot sind. Immer gilt: Die Daten sind verschlüsselt, gehostet in der Schweiz, in Deutschland oder an einem Ort deiner Wahl, und auf Wunsch läuft alles komplett auf Schweizer Infrastruktur. Wie weit du gehst, entscheidest du.

Fazit

Datenschutz ist allen wichtig, aber kaum jemand versteht ihn. Das ist kein Grund, ihn zu ignorieren, sondern ein Grund, ihn sichtbar zu machen. Einige KMU verkaufen schon heute damit, dass die Daten in der Schweiz bleiben. Eine eigene AI macht daraus mehr als eine Pflicht: ein Argument, mit dem du bei deinen Kund:innen punktest.

Jetzt kommst du ins Spiel

Für unseren Piloten suchen wir weitere KMU, die genau das wollen: eine eigene AI für ihr Marketing, mit ihren eigenen Daten, und die Gewissheit, dass alles, was sie hineingeben, bei ihnen bleibt. Willst du mitmachen? Dann buch dir ein kurzes Gespräch.

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