Salesforce und Anthropic haben Ende August «Claudeforce» angekündigt. Die Kurzfassung: Claude arbeitet direkt auf deinen Salesforce-Daten – mit vorgefertigten Sales-Skills, in Agentforce und sogar in Slack. Marc Benioff bringt zwei Marktführer zusammen, die «Nummer 1 AI» und die «Nummer 1 CRM». Und ehrlich: Das ist ein cleverer, logischer Schritt.
Ein Agent, der auf deinen Daten arbeitet, ergibt enorm viel Sinn. Man sagt ja, Daten seien das Gold der Unternehmen. Aber ohne die richtige Schatzkarte findet man den Schatz nicht. In den Datenseen der meisten Firmen schlummern riesige Schätze, ungenutzt – und genau hier ist eine AI stark: Sie kann diese Daten aufbereiten und in der richtigen Form präsentieren.
Was Claudeforce konkret ist
Nach der Ankündigung vom 26. August startet Claudeforce mit «Salesforce in Claude», einem Plugin mit 37 vorgefertigten Sales-Skills. Damit lassen sich Umsatzkontext auswerten, Pipeline-Updates automatisieren und Aktionen direkt aus Claude auslösen – Meeting-Vorbereitung, Deal-Health-Checks, Pipeline-Reviews, ohne die Salesforce-App zu öffnen. Dazu kommen Claude in Agentforce und Claude in Slack. Aktuell läuft das mit Pilotkunden, die offene Beta ist für September angekündigt. Das ist die Richtung, in die sich Marketing und Sales bewegen – und sie ist grundsätzlich gut.
Die Frage, die bleibt: Was passiert mit deinen Daten?
Sobald ein Agent so tief auf deine CRM-Daten zugreift, stellt sich eine Reihe von Fragen, die man nicht überspringen sollte. Was genau geht raus? Was wird zum Trainieren verwendet – und was nicht? Werden die Daten nur genutzt, um den aktuellen Task zu erledigen, oder passiert noch etwas anderes? Muss ich künftig im CRM aufpassen, was ich hineinschreibe? Und wie kontrollieren wir, dass nicht plötzlich Kunden automatisch angeschrieben werden oder sensible Deal-Informationen an anderer Stelle wieder auftauchen?
Fairerweise: Anthropic hat hier viel investiert, mit eigenen Schutzmechanismen und einem Berechtigungskonzept, damit Kundendaten privat bleiben. Das ist wichtig. Aber die grundsätzliche Frage bleibt bei dir: Claude bekommt mit so einem Setup noch mehr Zugang zu deinen Daten – und du solltest wissen, was das konkret heisst.
Ein Punkt aus eigener Erfahrung, der oft unterschätzt wird: AIs sind schlau und finden häufig Wege, an Daten zu kommen, die man ihnen nicht direkt gegeben hat. Ein einfaches Beispiel: Aus einer Domain und einem Vor- und Nachnamen konstruiert das Modell selbstständig eine mögliche E-Mail-Adresse und prüft, ob es sie gibt. Das passiert nicht aus bösem Willen – aber es zeigt, warum Kontrolle über den Zugriff kein Detail ist, sondern der Kern.
Der souveräne Weg: dieselbe Idee, deine Daten bleiben bei dir
Du musst dich nicht zwischen «agentische AI auf meinen Daten» und «Datenkontrolle» entscheiden. Es kommt darauf an, wie das Setup gebaut ist. Bei Aivie sind deine Daten verschlüsselt auf Schweizer Servern gespeichert. Verschlüsselung auf Schweizer Servern ist grundsätzlich auch anderswo möglich – der Unterschied liegt tiefer: Wir hosten die Daten in deinem Auftrag, mit einem eigenständigen Open-Source-System statt einem geteilten Cloud-Produkt – ein Weg, den immer mehr Schweizer Organisationen einschlagen. Jeder Kunde hat seine eigene Datenbank, die wir für ihn betreiben. Es gibt keinen Austausch zwischen Kunden, ein eigener Schlüssel ist möglich, und wir können dir kompletten Zugriff und volle Transparenz geben.
Und wenn Daten an eine AI gehen, lässt sich sehr granular einstellen, welche sie sehen darf – zum Beispiel nur Statistiken, aber keine Personendaten. Für Personendaten gibt es zusätzlich einen eigenen Layer, der sensible Informationen wie E-Mail-Adressen zensiert, bevor überhaupt etwas an das Modell geht. So bekommst du den Nutzen der agentischen Automatisierung – von der Auswertung bis zur Personalisierung an einzelnen Touchpoints –, ohne dass sensible Daten unkontrolliert das Haus verlassen.
Die nächste Stufe: deine eigene Marketing-AI
Für viele reicht dieses Setup. Aber es gibt KMU mit erhöhten Datenschutzbedürfnissen, die noch einen Schritt weiter wollen. Für sie arbeiten wir aktuell an einer eigenen Marketing-AI nach demselben Prinzip: in der Schweiz für den Kunden gehostet, von Aivie betrieben – ein eigenes, feingetuntes Modell. Normalerweise sind das extreme Kosten, weil ein solches Modell viel Rechenleistung braucht. Genau deshalb bauen wir es nicht im stillen Kämmerlein, sondern gemeinsam mit KMU, um die Basis zu teilen und es bezahlbar zu machen. Das ist heute ein Pilot, kein fertiges Produkt – aber es ist die Richtung, in die wir gehen.
Fazit: Erst die Datenfrage, dann die Automation
Claudeforce zeigt: Agentische AI direkt auf den Unternehmensdaten ist da – und sie ist sinnvoll. Der Schatz in deinen Daten lässt sich heben. Die Frage ist nur, wer dabei die Schatzkarte behält und wer am Ende die Kontrolle über die Daten hat. Kontaktiere mich und erzähl mir von deinen Herausforderungen und Wünschen rund um AI und deine Daten – ich möchte sie hören, denn ich will die Schweizer Marketing-AI gemeinsam mit euch besser machen.
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